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Citigroup vor Insolvenz? Tabula rasa!

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News vom 22.01.2008, 10:15

Über Nacht kam der Crash, ausgehend eigentlich diesmal eher von den asiatischen Märkten. Doch im Nachhinein könnte die Begründung doch mal wieder aus dem Land des unbegrenzten Wahnsinns, den USA kommen. Denn laut aktuellen Marktgerüchten, die heute morgen auch auf n-tv verkündet wurden, soll angeblich die weltgrößte Bank - Citigroup - vor einer Insolvenz nach Chapter 11 des amerikanischen Konkursrechts stehen. Sollte dem so sein, so würde dies auch die gigantische Vernichtung von Vermögen in den letzten Stunden erklären.

Die Situation erscheint also aussichtslos und wie immer in solch aussichtslosen Situationen werden die Notenbanken zu Hilfe gerufen. So soll die Federal Reserve (FED) mit einer außerplanmäßigen Zinssenkung die Märkte retten und so den großen Fehler von Alan Greenspan wiederholen, nämlich mit billigem Geld die Märkte retten. Doch ist das wirklich eine so gute Idee? Nun, kurzfristig sicherlich, denn kurzfristig kann nur billiges Geld die Märkte stabilisieren. Aber auf lange Sicht sind damit die Strukturprobleme des globalen Finanzsystems nicht zu beheben. Hier bedarf es einiger Anstrengungen und der aktuelle US-Präsident, zudem ja auch noch kurz vor Ende seiner Amtszeit stehend, wird dies wohl kaum mehr leisten können.

Allerdings sind diese strukturellen Probleme keineswegs unlösbar und ein neuer Präsident kann in enger Abstimmung mit der Federal Reserve durchaus auch die strukturellen Probleme lösen. Zusammenfassend ist daher aus heutiger Sicht davon auszugehen, dass die nächsten Tage noch sehr turbulent bleiben werden, aber das insbesondere die Börse am Ende gestärkt aus dieser Krise hervorgehen wird. Denn was wir derzeit sehen ist mit Sicherheit nicht das Platzen einer Börsenblase wie im Jahre 2000, sondern das Platzen einer Immobilienblase in den USA und damit einhergehend das Platzen der "Bubble" an Märkten wie China und Indien. Es bleibt zwar dabei, dass es derzeit für einen Einstieg in den Markt noch etwas zu früh ist, da dort derzeit "tabula rasa" gemacht wird, aber auf lange Sicht gesehen werden wir bald schöne Kaufkurse sehen. So investiert ja der Beste aller Spekulanten, Warren Buffett, nicht umsonst schon seit Ende letzten Jahres in ausgesuchte Aktien - besonders aus dem aktuell stark gebeutelten Finanzsektor! Bewahren Sie daher derzeit Ruhe und warten Sie günstige Kaufkurse ab...

Ausblick: Der DAX notiert aktuell bei 6.628 Punkten, womit die nächste Unterstützung bei 6.800 Punkten erst einmal auch gebrochen wurde. Die Zwischenunterstützung bei 6.437 Punkten hat jedoch endlich mal einem ersten Test Stand halten können und wir notieren auch bereits deutlich über dem Tagestief. Das die "Rallye" vom Tagestief aus gesehen jedoch von einer Hypo Real Estate angeführt wird, ist alles andere als ein gutes Zeichen, da dies doch auf eine eher technische Bewegung schließen lässt. Eine nachhaltige Stabilisierung müsste jedoch von fundamental guten Titeln angeführt werden. Ich gehe daher davon aus, dass der Markt zwar nun etwas zur Ruhe kommen, aber wir in den nächsten Wochen evtl. die 6.200 Punkte noch sehen werden.

nico am 22.01.2008, 10:15

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