Aktuelle News
GAG Immobilien AG - ein chancenreiches Aktienrückkaufprogramm
Die auf dem Kölner Wohnungsmarkt aktive GAG Immobilien AG verwaltet nach eigenen Angaben zum 30.06.2008 einen Immobilienbestand in Höhe von 44.926 Wohnungen mit einer Wohnfläche die 2.854Tsd. m² beträgt. Der Großteil des Wohnungsbestandes befindet sich dabei im Eigenbesitz und wird von der GAG vermietet. Die Verwaltung von fremden Immobilien stellt mit 3566 Wohnungen den deutlich kleineren Anteil dar. Im ersten Halbjahr 2008 wurde bei Umsatzerlösen in Höhe von 96,4 Mio. EUR ein Konzernergebnis von 15,7 Mio. EUR erwirtschaftet.
Immobilienaktien sind aufgrund der durch die Finanzkrise stark angestiegenen Finanzierungskosten im Moment nicht sonderlich gefragt an der Börse, allerdings befindet sich die GAG Immobilien AG momentan eindeutig in einer chancenreichen Sondersituation, da das am 19. August bekanntgegebene Aktienrückkaufprogramm sehr attraktiv erscheint.
Seit dem 25. August läuft das Aktienrückkaufprogramm bereits, bei dem maximal bis zu 936.000 Aktien über die Börse erworben werden sollen. Die Laufzeit beträgt voraussichtlich drei Monate und der maximale Erwerbspreis wird mit 27,50 EUR angegeben. Das Interessante an der Sache wird deutlich, wenn man sich die Aktionärsstruktur der GAG Immobilien AG anschaut.
Hauptaktionär ist demnach die Stadt Köln, die 68,83% der Aktien hält. Darüberhinaus liegen 10,01% der Anteile bei der Sparkasse KölnBonn. Weitere Anteile liegen bei der Ernst-Cassel-Stiftung (3,72%), der Grund und Boden GmbH (3,74%), der GAG AG selber (0,71%), sowie bei Treunhändern, die Mieteraktien verwahren (3,50%). Entscheidend ist vor allem, dass der Streubesitz laut dem letzten Geschäftsbericht lediglich bei 9,49% oder 1,78 Mio. Aktien liegt.
Ein Kauf von bis zu 936.000 Aktien im Zuge des Aktienrückkaufprogramms würde also bedeuten, dass man in etwa 50% des aktuellen Streubesitzes über die Börse erwerben müsste.
Die Konsequenz daraus dürfte höchstwahrscheinlich eine positive Kursentwicklung innerhalb der nächsten drei Monate sein. Laut unseren Informationen ist nicht davon auszugehen, dass das Aktienrückkaufprogramm seitens der bisherigen Aktionäre für eine Anteilsreduzierung genutzt wird. Lediglich bei der Sparkasse Köln Bonn könnte man spekulieren, ob von dieser Seite ein paar Aktien auf den Markt gegeben werden. Insgesamt sollte man bei solchen Überlegungen allerdings bedenken, dass ein möglicher Verkäufer seine Stücke sicherlich nicht verschenken wird, solange das Aktienrückkaufprogramm läuft. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Stücke in Richtung 27,50 EUR in den Markt gegeben werden, erscheint naheliegender.
FAZIT: Das am Montag gestartete Aktienrückkaufprogramm scheint eine interessante Chance darzustellen. Aufgrund des geringen Streubesitzes sollten sich die Käufe seitens GAG in einem steigenden Kursniveau wiederspiegeln. Gleichzeitig begrenzt das Rückkaufprogramm unserer Meinung nach das Kursrisiko die nächsten drei Monate nach unten. Der aktuelle Kurs der Aktie beträgt 23,70 EUR, sodass bis zu dem maximalen Erwerbspreis seitens GAG noch eine Differenz von knapp 4 EUR besteht. Der Kursverlauf seit Montag deutet darauf hin, dass die Spekulation aufgehen könnte, eine Garantie gibt es dafür an der Börse allerdings nicht.



